kalifornischer Mohn

22. Mai 2017. Heute habe ich einen wunderschönen kalifornischen Mohn (Eschscholzia californica) direkt auf dem Mariannenplatz gefunden.Der Neophyt stammt ursprünglich aus den südwestlichen Staaten der USA und ist ein Überlebenskünstler, der sich sowohl auch in einer trockenen Kopfsteinpflasterspalte in Kreuzberg wohl fühlt als mittlerweile auch in Südafrika, ganz Europa und Australien. Man sagt, dass die Samen u.a. nach dem Ende des kalifornischen Goldrauschs mit den abenteuerlustigen Schürfern weiter in die Welt bis nach Australien, Südafrika und Europa ausgewandert sind.

Der Mohn ist giftig und ähnelt in seiner Wirkung nicht dem Schlafmohn. Von den nordamerikanischen Ureinwohnern wurde er für spirituelle und medizinische Zwecke verwendet.

Charakteristisch ist seine spitze, noch geschlossene Blüte, auch hier zu sehen, mit dem erweiterten Blütenboden.

Seinen Namen erhielt er von Adelbert von Chamisso, der auf seiner Weltumsegelung auch Pflanzen im heutigen Kalifornien dokumentierte, so auch diesen Mohn, und ihn nach seinem Freund Johann Friedrich von Eschscholtz benannte. Die Blume und ihre orangegoldenen Blütenblätter sind Wahrzeichen von Kalifornien, dem „Golden State“.